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AUSSCHREIBUNG

Hans G. A. Hellmann-Preis für Theoretische Chemie

Der Preis wird gemäß den Richtlinien (siehe auch www.tc.chemie.uni-siegen.de/hellmann) für hervorragende wissenschaftliche Leistungen aus dem Gesamtbereich der Theoretischen Chemie an jüngere Nachwuchswissenschaftler(innen) (i.a. nicht über 40 Jahre) verliehen, die noch keine Lebenszeit-Professur innehaben und die der deutschsprachigen Forschungslandschaft verbunden sind.

Vorschläge (mit Curriculum, Laudatio, Publikationsliste und einigen Sonderdrucken des Kandidaten, Details siehe hier) werden erbeten an den

Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft für Theoretische Chemie,
Prof. Dr. Christian Ochsenfeld
Department of Chemistry
University of Munich (LMU)
Butenandtstr. 7 (C)
D-81377 München
Germany

Termin: 15. März 2016


PREISTRÄGER
2014

Priv.-Doz. Dr. Christoph Jacob
für seine kreativen und neuartigen Beiträge zur Quantenchemie nanoskaliger Moleküle und molekularer Aggregate

Herr Jacob hat höchst originelle und kreative Beiträge zu dem Gebiet der Quantenchemie geleistet. Er bewegt sich dabei mühelos zwischen den Domänen der Dichtefunktionaltheorie und der ab initio Quantenchemie. Insbesondere hervorzuheben sind seine Beiträge auf dem Gebiet der nanoskaligen Moleküle und molekularer Aggregate. Seine Arbeiten stellen das Ergebnis eines unermüdlichen Ringens um systematisches Verständnis und wohlfeile Modellbildung dar. Einbetten, Sezieren und wieder Zusammensetzen sind dabei seine Leitkonzepte.


2013

Dr. Jörg Behler
für die Entwicklung neuartiger künstlicher neuronaler Netze zur dynamischen Simulation komplexer Systeme auf langen Zeitskalen

Die von Jörg Behler originär entwickelte "neural network potential" (NNP) Methode ist ein fundamentaler Beitrag zur hochgenauen und systematisch verbesserbaren Simulation in den molekularen Materialwissenschaften.
Die NNPs von Herrn Behler erlauben präzise und damit vorhersagekräftige Untersuchungen von Materialien, die einerseits mit konventionellen Potentialen nicht beschreibbar sind, und andererseits mit elektronenstrukturbasierten Methoden aufgrund der benötigten Längen- und/oder Zeitskalen nicht durchführbar sind.


2012

Jun.-Prof. Johannes Kästner
für die Entwicklung und Anwendung quantenchemisch basierter Methoden zur Behandlung biomolekularer Systeme, insbesondere zur Simulation enzymatischer Reaktionen

Johannes Kästner hat durch seine Arbeiten zur Geometrieoptimierung, zur Berechnung freier Energien und zur Bestimmung von Tunnelraten in komplexen biomolekularen Systemen das QM/MM Methodenarsenal wesentlich verbessert und durch entsprechende exemplarische Anwendungen zur Aufklärung biochemischer Reaktionsmechanismen beigetragen.


2011

PD Dr. Daniel Sebastiani
für für seine Beiträge zur theoretischen Charakterisierung von Struktur und Dynamik in ungeordneten supramolekularen Systemen

Daniel Sebastiani hat aufgezeigt, wie die Theoretische Chemie durch die Kombination von dichtefunktionalbasierten Molekulardynamiksimulationen mit spektroskopischen Rechnungen einen Zugang zu supramolekularen Systemen mit hoher struktureller und dynamischer Komplexität ermöglicht. Damit hat er insbesondere auch das Gebiet der ungeordneten Systeme sowie der komplexen Fluide mit erschlossen.


2010

Dr. Andreas Köhn
für die Entwicklung neuer und richtungsweisender Ansätze in der explizit-korrelierten Coupled-Cluster-Theorie unter Verwendung automatisierter Techniken zur Herleitung und Implementierung

Andreas Köhn hat in seinen Arbeiten grundlegend zur Verbesserung explizit-korrelierter Coupled-Cluster Methoden beigetragen. Er hat als erster die F12-CCSD Methode vollständig auf der Basis string-basierter Algorithmen implementiert, als erster explizit korrelierte Dreifachanregungen entwickelt sowie grundlegende Beiträge zur explizit korrelierten Response-Theorie geleistet.


2008

Dr. Robert Berger
für seine richtungsweisenden Arbeiten zur elektroschwachen Quantenchemie und zu fundamentalen Eigenschaften chiraler Moleküle.

Robert Berger hat mit seinen Arbeiten zur elektroschwachen Wechselwirkung in der Molekülchemie ein modernes Forschungsgebiet für die Quantenchemie erschlossen. Er hat einen systematisch verbesserbaren Ansatz zur
Berücksichtigung der schwachen Wechselwirkung in der Quantenchemie etabliert und zur Vorhersage paritätsverletzender Effekte in der Spektroskopie chiraler Moleküle angewandt. Die hierzu realisierten Konzepte
stellen methodische Fortschritte auch für konventionelle Anwendungen dar, etwa der theoretischen rovibronischen Spektroskopie.


2007

Privatdozent Dr. Andreas Dreuw
für seine richtungsweisenden Beiträge zur Behandlung angeregter elektronischer Zustände in biologischen Systemen.

Andreas Dreuw hat mit seinen Arbeiten zur zeitabhängigen Dichtefunktionaltheorie zu einem besseren Verständnis der zu Grunde liegenden Konzepte beigetragen. Er hat in der Behandlung von elektronisch angeregten Zuständen großer Moleküle neue Wege beschritten. Dadurch konnte er zur Aufklärung der Mechanismen von Energie- und Elektronentransfer in photosynthetischen Lichtsammelkomplexen beitragen.


2006

Privatdozent Dr. Michael Thoss
für seine richtungsweisenden Beiträge zur Entwicklung semiklassischer sowie numerisch effizienter Verfahren für die Behandlung der Dynamik von vieldimensionalen molekularen Systemen.

 

Michael Thoss hat neue Wege aufgezeigt, um die Dynamik von quantenmechanischen Freiheitsgraden konsistent in klassischer Näherung zu beschreiben. Er hat damit das Gebiet der nichtadiabatischen Reaktionsdynamik von Molekülen nachhaltig befruchtet. Er hat weiterhin die „Self-Consistent-Hybrid“-Methode entwickelt, welche Näherungslösungen für die Dynamik dissipativer Quantensysteme liefert, die in systematischer Weise gegen die exakte quantenmechanische Lösung konvergieren.


 

2005

Privatdozent Dr. Frank Neese
für die Entwicklung und Anwendung quantenchemischer Methoden auf dem Gebiet der Bioanorganischen Chemie, insbesondere für die magnetische Spektroskopie von Übergangsmetallverbindungen.

Die Arbeiten von Frank Neese reichen von der Entwicklung neuer Methoden zur Berechnung spektroskopischer Parameter bis hin zu deren Anwendung auf die elektronische Struktur von Metallo-Enzymen. Sie haben entscheidend dazu beigetragen, die Quantenchemie als wichtiges Forschungsinstrument in der Bioanorganischen Chemie zu etablieren.

 

2004

Privatdozent Dr. Christof Hättig
für seine wichtigen Arbeiten zur Coupled-Cluster-Response-Theorie sowie zur genauen Behandlung elektronisch angeregter Zustände großer Moleküle mit dem RI-CC2-Verfahren.

Christof Hättig hat zur Coupled-Cluster-Response-Theorie wichtige methodische Beiträge geliefert und damit entscheidend zur Etablierung dieser Methode als gängiges quantenchemisches Rechenverfahren zur Bestimmung nichtlinearer optischer Eigenschaften und elektronischer Anregungsenergien beigetragen.

 

2003 ao. Professor Dr. Georg Kresse
für seine Beiträge zur quantenmechanischen Behandlung komplexer Systeme der kondensierten Materie.


Mit der Weiterentwicklung von Dichtefunktional-Methoden für ebeneWellen und ihrer effizienten programmtechnischen Implementierung hat Georg Kresse der first- principles-Simulation von Festkörpern und Festkörperoberflächen einen weiten Kreis neuer Anwendungen erschlossen.

 

2002 Privatdozent Dr. rer. nat. Klaus Roman Liedl
für die Lösung anspruchsvoller chemischer Fragestellungen mit theoretischen Methoden..


Durch originelle und problemadäquate Kombination ganz verschiedener auch modernster theoretischerMethoden ist es Herrn Klaus R. Liedl gelungen, Fragestellungen der Organischen, Physikalischen und Bio-Chemie auf geschickte Weise zu lösen.

 

2001 Privatdozent Dr. rer. nat. Uwe Manthe
für seine Beiträge zur effizienten Berechnung von chemischen Reaktionsraten.


Mit essentiellen Entwicklungen zur exakten wie approximativen Theorie chemischer Reaktionen und mit ihrer programmtechnischen Realisierung hat Uwe Manthe neue Wege gangbar gemacht, um Reaktionsgeschwindigkeiten von mehratomigen Systemen zu berechnen und zu verstehen, insbesondere mittels der Multikonfigurations-Time-Dependent-Hartree-Methode und der Reaktionsfluss-Operator-Methode.

 

2000 Privatdozent Dr. rer. nat. Andreas Görling
für seine Beiträge zu einem besseren Verständnis der Dichtefunktionale.


Mit originellen theoretischen Ideen hat A. Görling die Basis einer vielfältig angewendeten Methode analysiert und damit neue Wege für ihre saubere Begründung und für eine verläßlichere Anwendung gewiesen. Dazu gehören insbesondere selbstwechselwirkungsfreie Austauschpotentiale für Grund- und angeregte Zustäde sowie eine Lösung des Symmetrie-Dilemmas.

 

1999 Privatdozent Dr. rer. nat. Willem Maarten Klopper
für seine Beiträge zur Entwicklung der r12-Methode

Mit zielstrebigen theoretischen und programmtechnischen Arbeiten hat W. Klopper eine Idee aus der Frühzeit der Quantenchemie zu einem anwendungsreifen Verfahren geführt, welches Elektronenkorrelationseffekte mit hoher Genauigkeit erfasst.

Weitere Einzelheiten siehe z.Zt. unter http://www.tc.chemie.uni-siegen.de/hellmann.